Kondome gehören zu den meist benutzen Verhütungsmitteln weltweit. Das Kondom wird auch Präservativ genannt und kommt aus dem Lateinischen "praeservare" und bedeutet so viel wie "vorbeugen" und "verhüten". Es besteht meistens aus vulkanischem Kautschuk und ist eine dünne Schutzhülle, welche zur Empfängnisverhütung und zum Schutz gegen sexuell übertragbarer Erkrankungen genutzt wird. Das Präservativ wird vor dem Sex über den erigierten Penis des Mannes gezogen und man kann anschliessend ohne Probleme Geschlechtsverkehr haben.

Die Geschichte des Kondoms

Schon früher waren die Leute sehr einfallsreich bei der Empfängnisverhütung und beim Schutz vor verschiedenen Krankheiten. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Kondome von nicht besonders wirksamen Mitteln zur Verhütung, zu eine der sichersten Wege Sex ohne Nachfolgen zu haben.

Die Ersten entstanden aus gewebtem Stoff und waren nicht wirklich wirksam bei der Verhütung. Die Kondome, welche dann wirklich zu den Ersten wirkungsvollen gehörten, wurden aus Schafsdärmen oder auch anderen tierischen Membranen gefertigt. Diese kann man sogar heutzutage noch in vielen Geschäften erhalten. Wirkungsvoller als künstlich gemachte Präservative sind sie sicherlich nicht, denn sie schützen einen nicht so gut vor Schwangerschaften oder vor sexuell übertragbarer Krankheiten, wie zum Beispiel HIV bzw. Aids oder Hepatitis B. Manche behaupten sogar, dass die tierisch hergestellten Kondome sinnlicher sind und sich durch ihre wenige Elastizität und ihre Slip Stick anders anfühlen, als alle anderen.

Bereits im 18. Jahrhundert wurden solche Kondome benutzt und bekamen dann den Namen "English Overcoats", was so viel wie "Englischer Mantel" bedeutet. Diese wurden vor allem dafür genutzt, um sich gegen die gefürchtete Krankheit Syphilis zu schützen. Woher der Name "Kondom" eigentlich kommt, kann man nicht genau sagen. Jedoch gibt es einige Theorien zur Herkunft des Namens. Die Meisten behaupten, dass der Name "Kondom" von Oberst Dr. Condom kommt, der früher Hofarzt von Charles II. war. Dabei wurden Hammeldärme für die Vorbeugung vor einer Schwangerschaft und vor Krankheiten genutzt. Oberst Dr. Condom hat angeblich dieses "Kondom" empfohlen. Andere beziehen sich eher auf die Variante der Kombination der Wortbestandteile. Man sagt, dass "con" vom Italienischen kommt und abgeleitet "mit" heisst und "doma" vom Lateinischen hervorgeht und so viel wie "Haus, Kuppel" bedeutet.

Kondom

Jedoch dann kam die Erfindung, welcher ein grosser Schritt für die Kondomproduktion war. 1839 erfand Charles Goodyear eine sehr wichtige Erfindung, die Vulkanisierung von Kautschuk. Genau mit dieser Entdeckung war es endlich möglich Gummi herzustellen. Das bedeutete, dass man endlich einen Stoff erfunden hat, der wasserfest, bruchstabil sowie wärme- und kältefest ist. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis die ersten Gummi-Kondome hergestellt wurden. 1855 war es so weit und man hatte die erste Verhütungsmöglichkeit geschaffen, die schon viel sicherer war, als alles andere.

1870 wurde das Kondom dann auch serienmässig produziert. Jedoch war bei diesen Kondomen noch eine Naht, die dann aber 1912 vom Gummifabrikant Julius Fromm anders wurde. Man hat ein nahtloses Präservativ erstellt, indem ein Glaskolben in eine Gummilösung eingetaucht wurde.

18 Jahre später, 1930 verwendete man dann Latex als Material für Kondome. Durch die Verwendung von Latex wurden verhütende Latex-Kondome allgemein verfügbar. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Verkauf von Kondomen an vielen Orten verboten. Sie waren nur zum medizinischen Gebrauch erlaubt. In Irland sogar galt diese Regelung bis Anfang der 1990er Jahre.

Zur Zeit des ersten Weltkrieges hatte jeder Soldat Kondome, da es zur Standardausrüstung gehörte. Sogar die Armee selbst (deutsche, französische, britische) verteilte Kondome an ihre Soldaten. Die US-Armee machte das nicht. Deshalb kam es unter diesen öfter zu Geschlechtskrankheiten, als bei den anderen Soldaten.

Die Latex-Kondome von früher waren eigentlich alle ziemlich ähnlich. Der grosse Unterschied war bei einigen Kondomen das Fehlen des heute üblichen Reservoirs zur Aufnahme der Samenflüssigkeit. Dies war eine sehr frühe Entwicklung, die nur über die Eichel des Penis gestreift wurde.

Jedoch scheiterte diese Entwicklung bei der Reduzierung von Infektionskrankheiten und von Schwangerschaften. Im Laufe der letzten Jahre entwickelten sich dann viele verschiedene Variationen von Kondome, die sich in Materialien, Grössen (Breite/Länge), Stärke, Farbe, Form, Struktur und Geschmack unterscheiden. Je mehr man die Entwicklung verfolgt, desto eher bemerkt man, wie sehr sich die Kondome nach vorne entwickelt haben und sicherer wurden.

Die verschiedenen Kondomarten

Es gibt so viele verschiedene Namen für das Kondom, ob Gummi, Pariser, Verhüterli oder Lümmeltüte. Und genauso viele unterschiedliche Kondomarten und Sorten gibt es auch, diese unterscheiden sich nicht nur durch Form und Grösse.

Produkteigenschaften eines Kondoms

  • Material: Naturkautschuklatex oder Latexfrei aus Polyurethan
  • Länge und Durchmesser
  • Wandstärke
  • Form
  • Farbe: Transparent, Naturfarben oder Bunt
  • Beschichtung: Keine, extra Feuchtbeschichtung, Gleitbeschichtung oder bspw. mit Benzocain-Beschichtung gegen einen vorzeitigen Samenerguss
  • Oberfläche / Struktur: Glatt, gerippt oder genoppt
  • Geschmack: Ohne oder mit Aroma
  • Anwendung: Vaginal, Anal
  • Hersteller
  • Herstellungsland
  • CE geprüft
  • Haltbarkeitsdatum
  • Preis

Bei Kondomen kommt es aber nicht nur auf die Form, sondern auch auf die Länge drauf an. So gibt es Kondome die am Schaft etwas weiter sind und sich somit besser für Männer mit einer ausgeprägten Peniswurzel eignen. Gummies die von der Spitze zum Schaft hin enger werden sind für Männer mit einem schmalen Penis geeignet.

Die meisten Sorten entsprechen der EU-Norm EN-600, was bedeutet, dass in Europa die Kondome 17 Zentimeter lang, im Durchschnitt 52 Millimeter gross und von 0,05 bis 0,07 Millimeter dick sein müssen. Jedoch entspricht diese Grösse ja nicht jedem Penis und genau deshalb gibt es Übergrössen hinsichtlich des Umfangs und der Länge der Kondome.

Verwenden Sie latexfreie Kondome wenn Sie unter einer Latexallergie leiden. Diese werden aus dem Kunststoff Polyurethan hergestellt und haben den Vorteil, dass man öl- und fetthaltige Gleitmittel verwenden kann.

Damit Sie Lust und Leidenschaft beim Geschlechtsverkehr auch gemeinsam geniessen können, sollten Sie bei der Wahl die Bedürfnisse ihres Partners berücksichtigen. Probieren Sie die verschiedenen Kondomsorten aus, dabei werden Sie schnell bestimmte Vorlieben entdecken und ihre Favoriten werden sich herauskristallisieren.

Aromen, verschiedene Farben und unterschiedliche Oberflächenstrukturen peppen das altbekannte Präservativ auf. Gummis mit Aroma sind lecker und wecken die Lust auf oralen Genuss. Verwöhnen Sie ihren Partner und geniessen Sie dabei einen leckeren "Sex on the Beach" Cocktail oder den Geschmack ihrer Lieblingsfrucht.

Latexfreie Kondome von Durex

Probieren Sie mit ihrem Partner andere und neue wie die gerippte oder genoppte Variante aus, dies wird ihr Sexleben anregen und ihr Liebesleben aufregender gestalten. Es gibt auch spezielle Gleitbeschichtungen und unterschiedliche Wandstärken, was dazu nutzt um das Liebesspiel zu verlängern.

Für welche Kondomart entscheiden Sie sich? Für den pinken Gummi mit Himbeergeschmack oder das transparent genoppte Markenkondom? Wenn Sie nicht wissen, fü welches Kondom Sie sich entscheiden sollen, priorisieren Sie die Eigenschaften um Ihr Wunschkondom zu finden.

Muss es ein Markenkondom sein oder ist der Preis entscheidend? Reicht der kleine 4er Pack aus dem Drogeriemarkt oder kaufe ich lieber eine grössere Menge und profitiere somit vom Preisvorteil? Sie haben es gerne feucht und legen auf Beschichtung wert oder müssen Sie auf Grund einer Allergie latexfreie Kondome verwenden?

Sicherheit von Kondomen

Wenn man Kondome richtig verwendet, gehören sie zu den sichersten Varianten zur Verhütung von Schwangerschaften und zum Schutz gegen sexuell übertragbarer Krankheiten. Der Pearl Index liegt zwischen zwei und zwölf. Das heisst, dass von 100 Frauen, welche diese Verhütungsmethode ein Jahr lang nutzen, werden nur 2 bis 12 ungewollt schwanger. Deshalb gehören Kondome auch zu den schnellsten und gleichzeitig sichersten Varianten der Verhütung.

Jedoch ist nicht nur die korrekte Anwendung wichtig, sondern man sollte auch auf die Qualität des Kondoms schauen. Genau darum sollte man auch nur Kondome mit dem Prüfsiegel CE benutzen und auf das Haltbarkeitsdatum achten, denn zu alte Kondome können reissen. Auch durch Sonne, Hitze und ungemässe Lagerung in Hosentasche, Kosmetiktäschchen oder Geldbeutel werden sie porös und können reissen. Vor allem Automaten-Kondome sind Temperaturschwankungen ausgesetzt und werden schnell brüchig.

Wenn man gerne Gleitgel benützt, dann sollte man auch darauf achten, dass dieses weder Öl noch Fett enthält und nur aus einer wasserlöslichen Zusammensetzung besteht. Sind alle diese Gegebenheiten gegeben, steht einer leidenschaftlichen und lustvollen Nacht mit Ihrem Partner nichts mehr entgegen.

Prüfung und Test von Kondomen

Kondome werden in vier verschiedenen Prüfungen getestet:

  • Dichtigkeitstest
  • Aufblastest
  • Dehnungstest
  • Mikrobiologische Reinheit

Kondome in Hinblick auf sexuell übertragbare Krankheiten

Präservative sind sehr umstritten, denn manche Quellen behaupten, dass Kondome keinen wirksamen Schutz vor sexuell übertragbarer Krankheiten bieten. Meistens beziehen sie sich vor allem auf etwaige Poren, die während des Trockenvorgangs des Latex im Produktionsprozess entstehen könnten. Um dies zu untersuchen, bat man die Europäische Kommission unterschiedliche Studien anzufertigen. Diese beschäftigten sich vor allem mit der Verbreitung und den Infektionswegen von HIV und anderen Krankheiten. Diese wurden dann ausgewertet und mit allgemeingültigen Normen versehen. Für jedes Kondom gibt es seither ein Siegel.

Schlussendlich ergab das Ergebnis, dass bei genauem und sachgerechtem Gebrauch des Kondoms ein fast 100%iger Schutz gegen eine Infektion mit HIV besteht. Kondome sind bis heute, neben dem Kondom für die Frau, dem Femidom, der einzige sichere Schutz vor Aids und sexuell übertragbarer Krankheiten. Deshalb sollte sich jeder darum bemühen Safer Sex zu haben, was so viel wie sichererer Sex bedeutet. Eine Übersicht der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen finden Sie hier:

Übersicht sexuell übertragbarer Krankheiten

Vorteile und Nachteile

Zu den Vorteilen von Kondomen zählt mit Sicherheit, dass sie leicht erhältlich und relativ preiswert sind. Bei korrekter Anwendung bieten sie einen guten Verhütungsschutz und man kann ohne etwas falsch zu machen, guten und mit Lust und Leidenschaft gefüllten Safer Sex haben. Ausserdem muss man dann keine Angst vor Geschlechtskrankheiten, wie HIV oder Hepatitis B haben. Einige Männer behaupten, dass sie durch die Benutzung von Kondomen ihre Erektion länger aufrechterhalten können.

Jedoch hat auch jedes Verhütungsmittel seine Nachteile, so auch das Verhüterli. Oft werden Kondome als unangenehm empfunden, da sie den direkten Hautkontakt beim Sex verhindern. Deshalb wird auch oft angegeben, dass sie die Empfindungen verringern. Vor allem wird aber das Überziehen des Kondoms vor dem Sex als Unterbrechung und Störfaktor im lustvollen und leidenschaftlichen Lustspiel angesehen.

Oftmals kommen auch Fälle von Latex-Allergien vor. Viele Menschen reagieren sehr sensibel auf die Inhaltsstoffe der einen oder anderen Gleitbeschichtung. Viele Probleme im Genitalbereich werden durch den Wirkstoff Nonoxynol-9 ausgelöst bzw. auch gelegentlich wegen des Silikons. Für Menschen gibt es auch Kondome ohne Latex, was jedoch dazu führt, dass sie teurer sind, als alle anderen. Auch wird der starke Latex Geruch von einigen Menschen als unangenehm und schlecht wahrgenommen. Allerdings gibt es dafür Kondome mit künstlichem Aroma, wie zum Beispiel Erdbeere oder Sex on the Beach oder gar keinem Geruch.

Bei der Anwendung von Kondomen kann auch passieren, dass einige Befeuchtungsmittel samenabtötende Substanzen enthalten. Diese Mittel sollen zwar den Schutz erhöhen, jedoch können sie auch die Haut des Penis reizen.

Zugänglichkeit

Heutzutage kann man Kondome fast überall kaufen. Die Penismützen sind in Drogerien, Apotheken, Supermärkten, Sexshops und natürlich im Internet erhältlich. Nicht empfehlenswert sind Kondome aus Automaten, denn diese können auf Grund längerer Lagerung spröde und brüchig werden. Die Kosten muss jeder für sich selbst tragen. Der Preis für ein Präservativ variiert und ist stark abhängig von Marke, Menge und Eigenschaften.

Ob nun Durex oder Trojan, es gibt viele verschiedene Marken, die sehr empfehlenswert sind. Auch von Geschmack, Grösse, Form, Breite und anderen Faktoren ist der Preis eines Kondoms abhängig und somit auch unterschiedlich.

Richtige Benutzung eines Kondoms

Menschen, die das erste Mal erleben wollen, haben am Anfang immer Angst und denken darüber nach, ob hoffentlich doch alles gut geht. Man macht sich Gedanken darüber, wie man das Kondom richtig benutzt, damit kein Fehler passiert. Deshalb ist eine Gebrauchsanweisung in jeder Kondompackung beigelegt. Dadurch, dass Kondome nur bei korrektem Gebrauch sicher sind, sollte man sich immer an alle Daten und Fakten halten. Meistens sind auf jeder Gebrauchsanweisung Bilder und Worte, damit die genaue und richtige Handhabung kein Problem sein dürfte. Am besten ist es, wenn man sich bei einem Trockenversuch mit der Anwendung vertraut macht und so die Sicherheit dafür bekommt, wie alles funktioniert.

Um Stress und Ablenkung zu vermeiden, sollte man auch das Kondom in das Liebesspiel mit einbeziehen. Achten sollte man auch darauf, dass wenn in der Hitze des Gefechts ein Malheur geschieht und das Kondom reisst oder in die Scheide rutscht, sollte man das Kondom sofort wechseln bzw. herausziehen. In diesen Fällen sollten Frauen sofort einen Frauenarzt aufsuchen, um sicher zu gehen, dass nichts passiert ist. Auch kann man sich mit der Pille danach oder der Spirale danach schützen.

Somit sollte dann nichts mehr im Wege stehen, um eine mit Lust und Leidenschaft gefüllte Safer Sex Nacht mit einem gefühlsechten Kondom zu verbringen!